Besonders im Bad oder auf einer Terrasse werden Fugen nach einigen Jahren oft zum Problem. Unschönes Aussehen und Schimmelbildung machen das Entfernen meist unerlässlich. Für geschickte Heimwerker ist es kein Problem.
Besonders in intensiv genutzten Räumen wie im Badezimmer oder auf Flächen, die wie eine Terrasse Wind und Wetter ausgesetzt sind, bilden Fugen eine große Problemzone. Nicht nur, dass die Nahtstellen zwischen den Fliesen nach einigen Jahren nicht mehr schön aussehen, in ihnen kann sich beispielsweise auch Schimmel bilden, sodass die Lücken sogar zu einem Gesundheitsrisiko werden können. In diesem Fall ist das Entfernen der Fugen unerlässlich. Nicht immer ist dafür allerdings ein Handwerker notwendig. Mit dem entsprechenden handwerklichen Geschick und einer guten Ausrüstung können Heimwerker die Entfernung problemlos auch selbst in Angriff nehmen.
Um die Fugen entfernen zu können, empfiehlt sich der Einsatz eines sogenannten „Fugenhais“, der von einer Vielzahl unterschiedlicher Firmen angeboten wird. Dabei handelt es sich um ein kleines Werkzeug aus Kunststoff, dessen Klinge entfernt an die Konturen eines Hais erinnert, daher der Name. Mit dem spitzen Ende des Fugenhais wird die Nahtstelle angestochen. Dann wird das Werkzeug an der Rinne entlang gezogen. Mit dieser Technik wird sie sozusagen „herausgeschnitten“ und kann in der Regel rückstandslos entfernt werden. Sollten dennoch Rückstände in der Rille bleiben, können diese mit einem sogenannten „Fugenkratzer“ meist problemlos beseitigt werden. Sind die entsprechenden Fugen besonders alt, bietet sich bei Silikonfugen auch der Einsatz von Silikonentferner an. Mit diesem können in der Regel auch Schichten von mehreren Millimetern Dicke restlos entfernt werden. Allerdings sollte man beim Einsatz eines solchen Mittels stets darauf achten, dass die danebenliegenden Fliesen oder Platten entsprechend abgeklebt sind, damit die anderen Nahtstellen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
Sind die Fugen entfernt, müssen sie allerdings auch wieder neu angelegt werden, damit beispielsweise die Fliesen im Bad weiterhin halten können. Um unter anderem erneute Schimmelbildung zu vermeiden, bietet es sich dabei an, einen sogenannten Schimmelblocker als Grundlage für die Neuverfugung zu verwenden. Danach muss die Rille zwischen den Platten mit Fugenmasse erneuert werden, die es üblicherweise in vielen Baumärkten zu kaufen gibt. Die überschüssige Fugenmasse sollte bei diesem Arbeitsschritt sorgfältig aus der neuen Fuge entfernt werden, damit beim Trocknen keine Unebenheiten entstehen. Danach müssen die neuen Fugen lediglich aushärten.







